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OEE Berechnung

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Basis
Die OEE Berechnung

Die Grundlage der Messung ist so einfach wie brillant; Ausgangspunkt ist die theoretische maximale Ausbringung einerseits und die tatsächliche Ausbringung andererseits. Der erste Punkt ergibt einen festen Referenzpunkt in dessen Richtung die Verbesserungen führen. Der zweite Punkt zeigt die aktuelle Position. Die Brillanz der OEE besteht darin, dass sie nicht nur die ‚Verlustlandschaft‘ zwischen diesen beiden Punkten klar skizziert sondern auch – und das ist wichtiger – für den Personenkreis verständlich ist, der täglich damit arbeiten muss also z.B. für Maschinenbediener; Techniker; Ingenieure usw.

OEE ist wohl das einzige Instrument im Produktionssektor mit einem Ausgleichseffekt (so wie wir das wohl nur aus der Finanzwirtschaft kennen): Wird an einer Stelle etwas versäumt oder überbetont, dann entsteht an anderer Stelle ein Defizit.

Zusätzlich kombiniert die OEE sinnvoll und zuverlässig die Faktoren Zeit, Geschwindigkeit und Qualität.
Vereinfacht gesagt wirft die OEE-Bestimmung drei Fragen auf:

Die drei Fragen
Verfügbarkeit
1. Läuft die Maschine, oder läuft sie nicht?

Wenn die Maschine Waren produziert in der Zeit, in der sie für die Produktion zur Verfügung steht, wissen wir dass sie läuft.
Wir wissen allerdings noch nicht, ob das Produkt einwandfrei ist und wir wissen ebenso wenig etwas über die Produktiongeschwindigkeit; wir wissen nur, dass sie läuft.

Der ,Verfügbarkeitsgrad’ zeigt das Verhältnis zwischen der theoretisch möglichen Laufzeit der Maschine und der tatsächlichen Produktionszeit der Maschine.

Beispiel:

Bezüglich der Zeit, die die Maschine läuft (in unserem Beispiel 75% der Schicht) ist für die OEE nun interessant:

Leistung
2. Mit welcher Geschwindigkeit läuft die Maschine?

Vorausgesetzt die Maschine ist so konzipiert, dass sie zehn Stück pro Minute herstellen kann, dann werden Sie erwarten, dass nach 360 Minuten 3600 Stück produziert werden. In diesem Fall beträgt die Leistung der Maschine 100%.

Ob dies den Tatsachen entspricht, ermittelt der Leistungsgrad:

Bei dem Leistungsgrad handelt es sich um die ,theoretische Ausbringung’, also die Ausbringung, die die Maschine theoretisch hätte leisten können, wenn die Maschine während der tatsächlichen Laufzeit mit maximaler Geschwindigkeit gelaufen wäre.

Beispiel:

Nun kann es im Prinzip sein, dass die Maschine sehr schnell gelaufen ist, jedoch nur Produkte minderer Qualität hergestellt hat.

Jetzt, wo wir wissen, wie lange und mit welcher Geschwindigkeit die Maschine gelaufen ist, stellt sich die folgende Frage:

Qualität
3. Wie viele Produkte entsprechen der Spezifikation?

Nachdem die Zeit- und Geschwindigkeitsverluste gemessen sind, wird die Qualität der Produkte, die hergestellt wurden, begutachtet. Das Verhältnis zwischen der Anzahl hergestellter Einheiten und der Anzahl einwandfreier hergestellter Einheiten bestimmt den ,Qualitätsgrad’ .

Beispiel:

OEE Fassen wir das Ergebnis der drei Fragen zusammen, dann ergibt sich für die Gesamtmessung folgendes Resultat:

Die OEE wird berechnet, indem Verfügbarkeitsgrad, Leistungsgrad und Qualitätsgrad multipliziert werden:

OEE = Verfügbarkeit x Leistung x Qualität

= (B/A) x (D/C) x (F/E) x 100%

 

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